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Artikel-Schlagworte: „Gewandhausorchester“

B9 – ein Ausrufezeichen

Samstag, 13. September 2014

 

Bei diesem letzten Konzert auf der Festivaltournee 2014 setzen wir einmal lieber noch einen drauf. Der Chor wuchs dank der Beteiligung des London Symphony Chorus auf 250 Sänger an. Die Wirkung bei B 9 in der Royal Albert Hall war damit entsprechend eindrücklich.

Freude, Begeisterung, Erleichterung nach dem Konzert – überall.

Die Bilanz dieser Tournee lässt sich sehen: ein sensationelles Tourneedebüt Alan Gilberts, 18.000 glückliche Proms-Besucher, Tausende BBC-Radiohörer in UK und der Welt, Standing Ovations in Luzern, ein verlorenes Fußballspiel in Berlin, wunderbare Erlebnisse für die Sängerinnen und Sänger des GewandhausKinderchores etc.

 

 

Es ist eine Freude, dass unser dienstältester Kollege, Hornist Eckhart Runge, bei dieser Tournee dabei war. Nach über 40 Dienstjahren im Gewandhausorchester waren diese Proms die letzten Tourneekonzerte für ihn. Er hat die gesamten Amtszeiten Kurt Masurs sowie Herbert Blomstedts erlebt und die vergangenen neun Jahre mit Riccardo Chailly musiziert. Mit ihm geht ein Stück Gewandhausorchestergeschichte – Wir wünschen alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.

Photos Copyright: BBC/Chris Christodoulou, Christian Fanghänel, Sophia Loth

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Kicken, Titel, Tränen

Mittwoch, 10. September 2014

Es war ein knappes Ding. Wir haben uns echt ins Zeug gelegt im Kampf um den Titel des besten Orchesters der Welt auf dem Rasen von SV Eichkamp. Gerannt, gerutscht, geschwitzt, gebrüllt und dann doch 5: 1 gegen die Berliner Philharmoniker verloren.

Man sieht sich immer ein zweites Mal…

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Volles Haus bei Mahler 3

Montag, 8. September 2014

Wir haben einmal genau nachgedacht: die erste internationale Tournee des Gewandhausorchesters überhaupt führte 1916 auch nach Luzern. Mit dem diesjährigen Gastspiel gerechnet, sind wir zum 12. Mal hier am Vierwaldstätter See zum Konzert. Mahler spielte in den letzten Jahren bereits eine wichtige Rolle, vor zwei Jahren war die 6. Sinfonie im Gepäck. Heute haben wir Mahler 3 ausgepackt und Begeisterung im ausverkauften KKL geerntet – alle 225 Mitstreiter, sind total glücklich.

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Neu engagiert und mit Brahms in London, Paris und Wien

Freitag, 8. November 2013

Sie sind jung, talentiert, haben ihre Bewährungsprobe im Gewandhausorchester bestanden und sind seit Beginn dieser Spielzeit fest im Orchester engagiert. Ivan Bezpalov, Manfred Ludwig, Tahlia Petrosian und Anton Jivaev waren beim Brahms-Zyklus dabei und spielten alle Sinfonien und Instrumentalkonzerte in Leipzig und in den Residenzstädten London, Paris und Wien gemeinsam mit den “alten Hasen”.

Talentieter Nachwuchs: Ivan Bezpalov (Bratsche), Manfred Ludwig (2. Flöte & Piccolo), Tahlia Petrosian (Bratsche), Nicolas Defranoux (Violoncello; bereits in einer der vorherigen Spielzeiten engagiert) & Anton Jivaev (Bratsche) (v.l.n.r.)

Talentieter Nachwuchs im Gewandhausorchester: Ivan Bezpalov (Bratsche), Manfred Ludwig (2. Flöte & Piccolo), Tahlia Petrosian (Bratsche), Nicolas Defranoux (Violoncello; bereits in einer der vorherigen Spielzeiten engagiert) & Anton Jivaev (Bratsche) (v.l.n.r.)

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Eine Festanstellung in einem Orchester ist jedoch nicht so einfach, wie man vielleicht denkt. Bewerber beim Gewandhausorchester müssen einen langwierigen und nervenaufreibenden Bewährungsprozess durchlaufen, wie Karsten Heins, Solo-Kontrabassist und Mitglied des Orchestervorstands erklärt:

“Jede vakante Stelle wird weltweit ausgeschrieben und von den Orchestermitgliedern anhand des Lebenslaufs als geeignet eingestufte Kandidaten werden anschließend zu einem Probespiel nach Leipzig eingeladen. Ausschlaggebend für eine Einladung sind vor allem ein guter Lebenslauf, die Ausbildung an exzellenten Hochschulen, bei renommierten Lehrern und möglichst erste Engagements.”

“Jeder Musiker im Gewandhausorchester musste bisher die Hürde des Probespiels meistern und sich dem Urteil des gesamten Orchesters und des Gewandhauskapellmeisters stellen. Aber wer diese Prüfung bestanden hat, ist auch befähigt, im Gewandhausorchester und auf Tournee zu spielen.”, so Heins, der selbst während seines Probejahres (2008) zum ersten Mal mit dem Orchester durch Europa tourte und dabei von den Kollegen auf Herz und Nieren geprüft wurde.

“Tourneen, wie der Brahms-Zyklus, sind ausgesprochen wichtig für die Integration der neuen Kollegen, auch während der Probezeit. Nirgendwo sonst wachsen Orchestermusiker mehr zusammen als auf einer Reise. Davon profitieren die musikalische Leistung, die man jeden Abend gemeinsam abliefern muss und man lernt die Kollegen richtig kennen. Die Mischung aus alt und jung, beziehungsweise Erfahrung und Überschwang der Jugend ist sehr wichtig für die Qualität eines Orchesters.”, ist sich Heins sicher.

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Ivan Bezpalov, in Tschernigow (Ukraine) geboren, erhielt seine Ausbildung in Kiew und Nürnberg. Anschließend war der heute 28-Jährige Akademist im Bayerischen Staatsorchester München.

Den 29-jährigen und in Erding geborenen Manfred Ludwig verschlug es nach seinem Studium in Hannover wieder zurück nach Bayern, ebenfalls in die Akademie des Bayerischen Staatsorchesters, bevor er im Gewandhausorchester engagiert wurde.

Die Australieren Tahlia Petrosian (30), studierte in ihrer Heimatstadt Sydney sowie in Berlin und war bereits beim Royal Flemish Philharmonic in Antwerpen, beim Orchester der Deutschen Oper Berlin und beim London Philharmonic Orchestra engagiert.

Anton Jivaev (37), geboren in Taschkent (Usbekistan), erhielt seine Ausbildung in Philadelphia und war vor seinem Engagement im Gewandhausorchester Solobratscher beim North Carolina Symphony Orchestra.

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Impressionen vom 50. Konzert in Wien

Donnerstag, 7. November 2013

Gestern Abend (Mittwoch, 06. November 2013) hat das Gewandhausorchester sein 50. Konzert im Laufe seiner über 270-jährigen Geschichte in Wien gespielt. Neben der 3. Sinfonie von Johannes Brahnms stand auch das 1. Klavierkonzert von Brahms auf dem Programm. Am Klavier machte der Franzose Pierre-Laurent Aimard diesen Abend zu einem ganz besonderen Moment, wie einer unserer Twitter-Follower schrieb:

“…these moments. when you hear pieces you heard 100x before and suddenly heavens open up and miracles happen.”

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