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Artikel-Schlagworte: „Gewandhaus“

Chorkids auf Tour in BLN

Mittwoch, 10. September 2014

Zugegeben, das Wetter meinte es nicht immer so gut mit uns an diesem freien Tag – die Fotos mit massiven Regenschauern werden wir uns hier sparen. Die Kinder des GewandhausChores nutzen aber trotzdem die Zeit für eine Stadtführung. Nach der kurzen Pause in Berlin geht es morgen nach London zu den Proms.

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Gewandhausorchester & Musikverein arbeiten intensiver zusammen

Dienstag, 5. November 2013

Hier im Großen, oder besser bekannt als “Goldener Saal” wird man das Gewandhausorchester und Riccardo Chailly in den nächsten Spielzeiten häufiger erleben können. Denn heute morgen vor der Anspielprobe trat Musikvereinsintendant Dr. Thomas Angyan vor das Gewandhausorchester und teilte den Musikerinnen und Musikern mit, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre die Zusammenarbeit zwischen Gewandhausorchester und Musikverein intensiviert werde.

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Gewandhaus-Quartett bei Brahms-Zyklus in London

Freitag, 1. November 2013

Zum überwältigenden Erfolg des Brahms-Zyklus in London hat auch das Gewandhaus-Quartett – die älteste, ohne Unterbrechung existierende Streichquartettvereinigung der Welt – beigetragen. Auf dem Programm des 1808 gegründeten Ensembles mit Frank-Michael Erben (Vl.), Conrad Suske (Vl.), Jürnjakob Timm (Vc.) und Olaf Hallmann (Vla.), der für den erkrankten Vincent Aucante einsprang, standen die ersten zwei Streichquartette von Johannes Brahms.

Für beide Abende vergab Ivan Hewett vom Daily Telegraph fünf von fünf Sterne, denn “The perfectly clear acoustic of the new Milton Court concert hall forgives no blemishes, but here there were none. The way the piece eased gently into being, as if a door were being opened on a conversation already in progress, was a delight; as was the slight dragging of the third beat in the Quasi Menuetto, which brought out the music’s twilight mournfulness.” Ivan Hewett, Daily Telegraph (31.10.2013).

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Unser Debüt im Wolkenturm

Donnerstag, 6. September 2012

Nach zwei ergreifenden Konzerten beim weltgrößten Klassikfestival – den London Proms in Kensingtons beeindruckender Royal Albert Hall und einem freien Tag in der Heimat, verrät uns ein Blick auf den Tourneeplan, dass sich unsere Reise zu den bedeutendsten europäischen Klassikfestivals leider so langsam dem Ende zuneigt. Aber zunächst einmal ein kleiner Eindruck von unserem Debüt beim Musiksommer im niederösterreichischen Grafenegg.

Der Musiksommer, auf dem Gelände des Grafenegger Schlosses, hat sich in den letzten Jahren zu einem der renommierten Klassikfestivals entwickelt und so gibt sich auch in der sechsten Saison das Who-Is-Who der internationalen Spitzenorchester, -dirigenten und -solisten zweieinhalb Wochen lang vor den Toren Wiens die Klinke in die Hand. Das Cleveland Orchestra, das London Philharmonic unter Vladimir Jurowski, Yannick Nézet-Séguin mit seinem Rotterdam Philharmonic, Jukka-Pekka Saraste mit den Osloer Philharmonikern und der Bariton Thomas Hampson waren schon da. Nach uns kommen unter anderem noch das London Symphony und auch die Kollegen der Sächsischen Staatskapelle führt die Antrittstournee ihres neuen Chefs, Christian Thielemann nach Grafenegg.

Auf unserem Programm stand vier Mal Mendelssohn: die Ruy Blas- und die Schöne Melusine-Ouvertüre, die Reformationssinfonie und das Violinenkonzert op. 64 mit dem charismatischen Nikolaj Znaider, dessen Interpretation für zahlreiche Bravo-Rufe sorgte, gekrönt von einem herzlich-lautstarken „Wow!“ einer Besucherin nach seiner virtuosen Zugabe.  Erwartungsgemäß sorgte Mendelssohns Fünfte in ihrer Urfassung von 1830 für einen Beifallssturm – es ist aber auch ein beeindruckendes Werk!

Nicht nur das Publikum, auch das Wetter hat es gut mit uns gemeint. Das anfängliche „Na, wird’s wohl halten?“ der Konzertbesucher konnte am Ende mit „ja!“ beantwortet werden. Es blieb bei einer leichten Brise und etwas Donner (der sich übrigens wie inszeniert in Znaiders Soli einfügte). Etwas mehr zu schaffen machte das Wetter unseren Musikern, insbesondere den Geigen, die mit den überdimensionalen, ja schon Grillzangen-ähnlichen Klammern kämpften, damit die Notenblätter nicht vom Pult fliegen.

Bei richtig schlechtem Wetter greifen die Grafenegger übrigens auf eine indoor-Variante zurück – dann wird ins Auditorium gewechselt. Die Open Air-Bühne – der sogenannte „Wolkenturm” – ist eine sehr beeindruckende, in eine Senke eingebettete, futuristische und 15 Meter hohe Skulptur, umrahmt von Tribünen für 1.700 Personen und noch einmal einige mehr auf den Rasenflächen der angrenzenden Hügel, von denen man einen wunderbaren Blick auf das romantische Schloss und den riesigen, an einen Golfplatz erinnernden Landschaftspark, genießen kann.

Ab Donnerstag sind wir wieder für paar Tage in Leipzig, denn es gilt das Saisoneröffnungswochenende, u.a. mit dem Gewandhaustag in der Innenstadt, dem traditionellen Open Air-Konzert auf dem Augustusplatz und die Mendelssohn-Festtage, vorzubereiten. Am 11. September führt uns die Reise zur letzten Station unserer Festival-Tournee, nämlich nach Luzern.

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A night to remember!

Samstag, 21. April 2012

Das Vatikan-Konzert – Der Höhepunkt zweijähriger Vorbereitungen.

Nach knapp 24 Monaten der Planung, begann am 20. April gegen 16:00 Uhr das große Finale unseres Vatikan-Aufenthalts. Wer zum Konzert wollte, musste den Sicherheits-Check passieren und an der Schweizer Garde vorbei. Dem Anlass entsprechend, trug das päpstliche Armeekorps am Abend die mit einer roten Straußenfeder geschmückte metallene Sturmhaube. Der Papst saß in der Mitte der Audienzhalle, die roten Stühle rechts von ihm waren für die Kardinäle reserviert. Einer von ihnen, Gianfranco Ravasi, schaute vor Konzertbeginn in der Garderobe des Maestros auf einen kurzen Plausch vorbei; die beiden kennen sich gut.

Bis zu seiner Ankunft war ungewiss, durch welchen Eingang der Papst die Halle betreten wird – aus Sicherheitsgründen wahrscheinlich. Entweder durch den Haupteingang, einen der Seiteneingänge oder, wie häufig bei seinen Generalaudienzen über das Podium. Die Ankunft des Heiligen Vaters kündigte sich kurz nach 18.00 Uhr mit „Papa! Papa! Viva il Papa“-Rufen an. Die Blicke der rund 7.000 Gäste wanderten in Richtung Haupteingang, obgleich man lange Zeit nicht mehr als sein weißes Scheitelkäppchen, den sog. Pileolus sah.

Nach einer guten Stunde war Mendelssohns, von vatikanischen Technikern bunt-illuminierte und von TV Vatikan per Live Stream in die Welt geschickte Sinfonie-Kantate Geschichte. Die Anspannung der letzten Tage löste sich bei allen Organisatoren und Beteiligten, man konnte den sprichwörtlichen Stein vom Herzen fallen hören.

In einer ergreifenden Rede bedankte sich Papst Benedikt XVI, der übrigens ein ausgesprochener Klassik-Fan ist, bei allen, die aus Leipzig und Deutschland angereist waren, insbesondere bei den Musikern, Chören, Solisten und bei Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly. Das Konzert sei für das Kirchenoberhaupt eine wunderbare Möglichkeit gewesen, den Herren erneut zu loben sowie für die Jahre seines Lebens und seines Dienstes Dank zu sagen. Nun folgte für einige Gäste noch das „Baciamano“-Prozedere. Die Hand des Heiligen Vaters drücken durften u.a. Gewandhausdirektor Prof. Andreas Schulz und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. Auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich war Seiner Heiligkeit so nah wie nie zuvor.

Anschließend verließ Benedikt XVI, von erneuten „Viva il Papa“-Rufen begleitet die beeindruckende Audienzhalle, Riccardo Chailly sprang in seinen Wagen Richtung Flughafen, um Verpflichtungen in Mailand wahrzunehmen, und wir begannen, 1.000 bunte Aufkleber von den Stühlen zu entfernen.

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