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Archiv für die Kategorie „07. November 2014, Boston“

Andris und Riccardo

Samstag, 8. November 2014

Die Architekten der Symphony Hall hatten sich die Baupläne des zweiten Leipziger Gewandhauses kommen lassen. Arthur Nikisch, der im Anschluss an seine Position als 1. Kapellmeister des Leipziger Theaters in Boston als Musikchef tätig war, riet beim Neubau der Symphony Hall dazu, sich von dem wohlklingenden Leipziger Konzerthaus inspirieren zu lassen.
Gesagt getan – der amerikanische Saal ist allerdings viel größer geraten und sieht ganz anders aus. Raumverhältnisse und Baumaterialien des Leipziger Konzerthauses haben den Bau unsichtbar beeinflusst. Die Symphony Hall ist jedoch der erste Konzertsaal der Welt, der auf physikalischen Berechnungen von Akustikern beruht. Was in Leipzig noch aus der Erfahrung der Baumeister resultierte, war in Boston Ergebnis von physikalisch-akustischen Berechnungen des MIT.

Das Ergebnis lässt sich hören und das Gewandhausorchester bringt mit seinem satten Sound den Saal erst richtig zum Schwingen. Tosender Applaus, drei Zugaben (1x Znaider, 2x Orchester).

Nach der Probe fand sich der neue Chef des Boston Symphony Orchestra, Andris Nelsons, beim Gewandhauskapellmeister ein und in der Pause besucht das Ehepaar Eleanor und Frank Pao die Künstlergarderobe – ohne die großzügige finanzielle Unterstützung dieser beiden hätte das Konzert nicht stattfinden können.

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Die entführte Prinzessin

Freitag, 7. November 2014

Große Augen machten die Vorschulkinder der “German International School Boston”, als ein Quintett von Gewandhaus-Musikern in ihrem Klassenzimmer die Instrumente zum Taschenkonzert auspackten.
Katharina Schumann, Chiara Astore, Henry Schneider und Matthias Schreiber musizierten die Geschichte von der verschwundenen “Prinzessin Violine”, die nur durch das Lösen von Aufgaben dem bösen Zauberer vom Nachbarschloss wieder entrissen werden konnte. Cellist Hendrik Zwiener war heute mal in der Rolle des Märchenerzählers und Moderators unterwegs.
Instrumente erkennen, tanzen, singende Sägen und vieles mehr führte schließlich zum glücklichen Ende der Geschichte.
Da wurde auch mal selbst der Bogen geführt und die Saite gezupft und es wurde das Geheimnis gelüftet, wie es eigentlich in einem Instrument aussieht. Die Antwort für Erwachsene von Matthias Schreiber: “staubig”.

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