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Archiv für die Kategorie „27. August, Edinburgh“

Out of order! Schottischer Humor…

Mittwoch, 31. August 2016

Der “Fahrstuhl” in Edinburghs Usher Hall ;-)

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»Perfect Scores« für Edinburgh

Sonntag, 28. August 2016

Mit dem zweiten Konzert in Edinburghs Usher Hall geht unser Aufenthalt beim Edinburgh International Festival auch schon wieder zu Ende. Wahrhaftig große Partituren lagen da auf Herbert Blomstedts Pult. Den Anfang machte Beethovens 2. Ouvertüre zur Oper Leonore mit einem fantastischen Trompetensignal unseres 1. Trompeters Jonathan Müller, gefolgt von Beethovens 5. Klavierkonzert mit Sir András Schiff und Felix Mendelssohn Bartholdys “Schottischer Sinfonie”.

Wenige andere Klangkörper waren an der Entwicklung der sinfonischen Musiktradition so nachhaltig beteiligt wie das Gewandhausorchester, das in seiner über 270 jährigen Geschichte zahlreiche Werke der musikalischen Weltliteratur aus der Taufe gehoben hat. Darunter auch Beethovens 5. Klavierkonzert (28. November 1811), das heute zu den meistaufgeführten Klavierkonzerten der Welt zählt.

Maßgeblichen Anteil an der Entwicklung unseres bis heute prägenden Werke-Kanons hatte Felix Mendelssohn Bartholdy in seiner Zeit als Gewandhauskapellmeister (1835-1847). In seine Amtszeit fallen unter anderem die Uraufführung seiner “Schottischen Sinfonie”, die wir am 3. März 1842 im Gewandhaus unter Leitung Mendelssohns uraufgeführt haben. Selbstverständlich durfte diese bei einem Gastspiel in Schottland nicht fehlen.

 

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»Mendelssohns Erben« auf Tour – Unsere Akademisten auf dieser Reise

Sonntag, 28. August 2016

Es gehört inzwischen zur guten Tradition, dass wir unsere mitreisenden Akademistinnen und Akademisten der Mendelssohn-Orchesterakademie hier im Reiseblog vorstellen. Bei dieser Tour sind aus der Gruppe der Violinen Camille Gouton und Gabriele Mollicone dabei, sowie Ronald Vitzthum, Kontrabass und Dominik Schulz, Fagott. Für Ronald und Dominik ist es die erste Tournee mit uns, Camille und Gabriele waren bereits bei den diesjährigen Pfingstfestspielen in Baden-Baden dabei. Alle vier Akademisten sind seit Beginn der Saison 2015/2016 Mitglied in der Mendelssohn-Orchesterakademie.

Gabriele Mollicone, Camille Gouton, Ronald Vitzthum und Dominik Schulz, Fagott in der Usher Hall in Edinburgh (v.l.n.r.)

Gabriele Mollicone wurde 1991 geboren und absolvierte 2011 sein Diplom am Conservatorio “A. Boito” in Parma. Gabriele macht zurzeit seinen Meisterklassenabschluss bei unserem 1. Konzertmeister Sebastian Breuninger. Er gewann zahlreiche nationale Wettbewerbe und spielt seit 2009 außerdem im Orchester “SpiraMirabilis”, seit 2010 im “Orchestra da Camera di Mantova” und seit 2012 im “Orchestra Mozart” in Bologna.

Die französisch-japanische Violinistin Camille Gouton, geboren 1990 in Heilbronn, stammt aus einer Musikerfamilie. Sie absolvierte ihren Bachelor an der Guildhall School of Music and Drama in London und ihren Master an der UDK in Berlin. Seit 2014 ist sie Mitglied der ersten Violinen im Gustav Mahler Jugendorchester.

Der in Dresden geborene Ronald Vitzthum studierte in Wien bei Prof. Josef Niederhammer. Vor seinem Klassikstudium verbrachte er zwei Jahre als Jazzstudent an der Hochschule für Musik und Theater in Dresden und erhielt dort u.a. Kontrabassunterricht. Orchestererfahrung sammelte er z.B. als Substitut im Wiener Staatsopernorchester, bei den Wiener Symphonikern, dem Radio-Symphonieorchester Wien, den Tonkünstlern Niederösterreich und dem Mozarteumorchester Salzburg.

Dominik Schulz legte 2012 erfolgreich sein Bachelor Studium am Mannes College – The New School for Music, bei Kim Laskowski (Solo-Fagottistin, New York  Philharmonic) ab. Anschließend wechselte er in die Klasse von David Petersen an der HfMDK Frankfurt am Main. Von 2014 bis 2015 war er Praktikant im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Dominik Schulz ist Gründungsmitglied des Leitzinger Bassoon Quartets.

Die Mendelssohn-Orchesterakademie ist eine vom Gewandhausorchester und der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig (HMT Leipzig) ins Leben gerufene Orchesterakademie, in der seit über zehn Jahren hochbegabter musikalischer Nachwuchs für Spitzenorchester ausgebildet wird. Die als viersemestriges Studium angelegte Orchesterakademie bietet den Akademisten neben der Mitwirkung an Konzerten in Gewandhaus, Oper, Thomaskirche und auf Tourneen Einzel- und Kammermusikunterricht durch Gewandhausmusiker und Lehrkräfte der HMT Leipzig.

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Fußball in »The Meadows« 

Sonntag, 28. August 2016

Den gestrigen sonnigen Nachmittag haben ein paar unserer Musiker für ein Fußballspiel in “The Meadows” genutzt. The Meadows ist eine der schönsten und beliebtesten Parkanlagen im Herzen Edinburghs. Der junge Herr in der Mitte ist übrigens unser neuer 1. Solo-Oboist Philippe Tondre, den wir Ihnen in einem der nächsten Beiträge vorstellen.

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Von Leipzig in die Welt – Der Podcast zu »100 Jahre Gewandhausorchester auf Tournee«

Samstag, 27. August 2016

Vor 100 Jahren ist das Gewandhausorchester erstmals auf Auslandsreise gegangen. Damals ungewöhnlich, heute normal. Wobei, was ist schon normal daran, wenn 120 Musikerinnen und Musiker durch die Weltgeschichte reisen Ein Einblick in das Tourneegeschäft der Klassikwelt.

Rückblickend auf das hundertjährige Jubiläum hat das Tourneegeschäft verschiedene Ebenen. Einerseits hat man damit das Künstlerische, die Musik, in die Welt getragen. Andererseits war damit in der Vergangenheit auch ein politischer Auftrag verbunden.

Bei der ersten Tour während des ersten Weltkriegs war das in hohem Maße der Fall. Aber auch in der DDR-Zeit. Im Programmheft der ersten Amerika-Tour des Gewandhausorchesters schwingt eine Sprache mit, die wir heute gar nicht mehr kennen. Die den kommunistischen Auftrag in den Vordergrund schiebt. Dabei ist die Tradition der Musik ja viel älter als der politische Hintergrund.

Der Tourneemarkt funktioniert

In der Popkultur kann man seit geraumer Zeit beobachten, dass Bands immer öfter auf Tour gehen, immer mehr Konzerte spielen, dass immer mehr Festivals entstehen. Denn klar, mit CD-Verkäufen verdient man kein Geld mehr. Das führt hier und da zu Übersättigung und leeren Konzertsälen. Hat denn die Klassikwelt mit ähnlichen Problemen zu kämpfen? Nora Pötter von der Künstleragentur Raab & Böhm gibt sich optimistisch.

 

Ich bin im Gegensatz zu manchen Kollegen nicht der Meinung, dass es im Moment schlechter läuft als in der Vergangenheit. Logischerweise ist die finanzielle Komponente nicht einfacher geworden. Das Publikum in unseren Kernmärkten ist aber da, deswegen funktioniert der Tourneemarkt weiterhin.

Nora Pötter, Künstleragentur Raab & Böhm

Die Stücke entwickeln sich auf Tour weiter

Für Orchestermusiker ist so eine Tournee natürlich anstrengend. Flüge, Bus- und Bahnfahrten, Hotels, ungewohnte Konzertsäle – darauf muss man sich erst mal einstellen. Musikalisch kann das aber ziemlich spannend werden, weil die Stücke, die man auf einer Tour spielt, eine Art Eigenleben entwickeln.

 

Aus den vorangegangenen Konzerten nimmt man immer etwas mit, was man in den nächsten Konzerten weiter ausarbeitet. Kein Konzert gleicht dem anderen. Irgendwann kommt dann dieses eine Konzert, mit dem man das Optimum erreicht.

Tobias Haupt, Zweiter Geiger und Vorsitzender des Orchestervorstandes

Tourneen schweißen die Gruppe zusammen

Die Orchester-Reisen sorgen für Zusammenhalt. Weil die Musiker eben nicht nur einfach zum Dienst kommen und danach wieder in ihr Privatleben verschwinden. Und am Abend müssen sie die gleiche Spitzenleistung bringen, als würden sie zu Hause in gewohnter Umgebung spielen. Das ist im Ausland nicht unbedingt einfach.

 

Wenn man zum Beispiel in Asien ist, hat man mit dem Jetlag zu kämpfen, mit anderem Essen, einem ungewohnten Umfeld, Temperaturen, Klima. Und trotzdem wird am Abend erwartet, dass man genau die gleiche Leistung bringt, als wäre man zu Hause im normalen Rhythmus. Das ist schwierig, schweißt so eine Gruppe aber zusammen.

Marco Eckertz, Orchestermanager des Gewandhausorchesters

Ein Podcast von Gregor Schenk, Musikchef von detektor.f »m

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