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Archiv für die Kategorie „7. Oktober 2015, Wien“

Besuch bei Bogenmachermeister Thomas M. Gerbeth

Sonntag, 11. Oktober 2015

Unseren viertägigen Aufenthalt in Wien haben einige Musikerinnen und Musiker genutzt, um ihre Bögen von Bogenmachermeister Thomas M. Gerbeth warten, reparieren, auf Reisefähigkeit über die Grenzen der EU hinaus überprüfen und gegebenenfalls umbauen zu lassen. Der gebürtige Berliner gilt in der Branche als einer der Besten und ist für viele unserer Streicher der Bogenmacher des Vertrauens. Die Chance haben wir genutzt und Anna und Karl Heinrich in die Werkstatt von Herrn Gerbeth begleitet.

Traditionell nutzen der Musikinstrumentenbau sowie das Bogenmacherhandwerk Materialien höchster Qualität, aus künstlerischen wie praktischen Gründen. Zunehmend sind jedoch einige dieser Materialien auf den Artenschutzlisten der C.I.T.E.S.  (The Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora = Washingtoner Artenschutzabkommen) zu finden. Dadurch ergibt sich bei Reisen mit dem jeweiligen Bogen über die Außengrenzen der EU und zwischen Drittstaaten eine neue Sicht auf diese Materialien.

Da das Daumenleder beider Geigenbögen von einer Echse stammt, die von C.I.T.E.S erfasst ist, wurde es gegen das Leder der sog. Karung-Schlange ausgetauscht. An Karl Heinrichs Bogen wurde außerdem noch die Kopfplatte an der Spitze des Bogens ausgetauscht. Die Bogenspitze hält die Bogenhaare. Annas Bogen wurde neu behaart, d.h. mit etwa 150-170 Haaren vom Schweif eines Pferdes bezogen und kolophoniert (mit einem veredelten Harz eingerieben), um einen Haftgleiteffekt zu erhalten, der die Saiten zum Schwingen bringt und den gewünschten Ton erzeugt.

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Zweiter Konzertabend im Musikverein

Donnerstag, 8. Oktober 2015

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Schlag zu!

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Im letzten der neunteiligen Strauss’schen Tondichtung “Also sprach Zarathustra”, dem sogenannten “Nachtwandlerlied” erklingen 12 Glockenschläge. Dafür ist unser Schlagzeuger Philipp Schroeder zuständig. Zunächst muss er die 350 Kilogramm wie bei Becken in Vibration versetzten und dann zuschlagen. Die Anleitung findet man auch noch einmal am Fuß der Glocke ;-) Nein, bei “Schlagzu” handelt es sich um die Firma, bei der wir das Instrument geliehen haben.

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Anspielprobe mit Christian Tetzlaff

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Am zweiten Konzertabend unserer Wien-Residenz standen Mozarts G-Dur Violinenkonzert KV 216 mit Christian Tetzlaff sowie “Macbeth” und “Also sprach Zarathustra” von Richard Strauss auf dem Programm. Ein Flügel musste heute nicht aufs Orchesterpodium. Dafür aber der fahrbare Spieltisch der 2011 eingeweihten Rieger-Orgel, die von unserem Gewandhausorganisten Michael Schönheit bei Zarathustra gespielt wurde.

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Erstes Konzert, erste Rezensionen

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Der Standard, Die Presse und die Wiener Zeitung haben unser erstes Konzert am 5. Oktober rezensiert:

Der Standard, Daniel Enders (6. Okt 2015): “Ein Feuerwerk der Disziplin”

Die Presse, sin (6. Okt 2015): “Chaillys klare Disposition”

Wiener Zeitung (6. Okt 2015): “Zwei Strauss-Schinken und eine Delikatesse”

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