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Archiv für die Kategorie „2015 Mozart-Strauss-Zyklus“

Rezension 3. Konzert

Samstag, 24. Oktober 2015

Colin Anderson von Classical Source hat bereits seine Sicht auf das dritte Konzert der Residency veröffentlicht:

“This final concert confirming that the ensemble, as well as being one of the oldest, remains one of the greatest.”

Classical Source

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Letzte Eindrücke

Samstag, 24. Oktober 2015

Riccardo Chailly wird das Gewandhausorchester nach zehn Jahren und 40 Tourneen nicht mehr außerhalb Leipzigs dirigieren. Eindrücke dieser Abschluss-Tournee: Der letzte Abschlag, das letzte Dankeschön ans Publikum, Applaus vom Orchester auf offener Bühne, ein letzter Dank den Stimmführern.

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Abschluss der Residenz in London

Samstag, 24. Oktober 2015

Das dritte und letzte Konzert der Residency war für alle sicher das emotionalste der gesamten Tournee: Zum letzten Mal hat Riccardo Chailly außerhalb Leipzigs gemeinsam mit dem Gewandhausorchester das Publikum zu Jubelstürmen hingerissen. Neben Strauss´Metamorphosen, Till Eulenspiegel und Tod und Verklärung stand Mozarts Klarinetten-Konzert auf dem Programm.

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Gemeinsame Karriere seit 55 Jahren

Samstag, 24. Oktober 2015

Beate Roth und Werner Janek kennen sich schon seit der ersten Geigenstunde im Jahr 1960.
Beide waren Schüler in der neu eingerichteten Kinderklasse der Musikhochschule, wo sie der Gewandhausgeiger Günter Fiehring unterrichtete. Werner Janek hat bei Günter Fiehring auch sein Staatsexamen abgelegt und, nach seinem Engagement im Gewandhausorchester im Jahr 1979, auch die ersten Tourneen mit seinem Lehrer und Kollegen, unternommen. Beate Roth ging in dieselbe Klasse, studierte dann später aber bei Ruth Boche-Kestner. Nach dem Studium trennten sich für kurze Zeit die beruflichen Wege der beiden. Werner Janek trat ein Engagement als 1. Konzertmeister in Görlitz an, Beate Roth wurde Mitglied des Rundfunk Sinfonieorchesters Leipzig. 1979 führte sie ihre Karriere wieder im Gewandhausorchester zusammen. Daneben haben die beiden auch noch zehn Jahre lang zum Privatvergnügen Quartett gespielt. Sie spielten seit 1979 in derselben Stimmgruppe und viele Jahre auch gemeinsam an einem Pult.

Es galt damals die ungeschriebene Regel, dass Musiker im ersten Jahr keine Tourneen ins westliche Ausland machen durften. „Die Jungen wurden dann erst einmal nach Polen, Ungarn und Bulgarien auf Tournee geschickt“, erzählt Janek. „Nun ja – möglicherweise wollte man die Neuen erst einmal auf ihre Loyalität prüfen“, vermutet er. Seine erste Reise ging also an Bord einer IL 18 mit den Thomanern nach Polen. Beate Roth unternahm ihre erste große Tournee 1981 in die USA. Es war ihr drittes Gewandhausjahr und sie hatte schon Tournee-Erfahrung mit dem Rundfunkorchester sammeln können.
Auf der USA-Tournee waren nur zwei Frauen besetzt. „Das war ein bisschen seltsam“, gesteht die Geigerin. „Westreisen waren natürlich begehrt“ erzählt sie weiter. „Das Tagesgeld haben wir nach Möglichkeit für Dinge ausgegeben, die wir in der DDR nicht bekommen konnten.“ „Wir haben wirklich Lebensmittel auf Tournee mitgenommen, um das Tagesgeld nicht für Verpflegung aus zu geben“, bestätigt Werner Janek lachend.

Die Tourneen dauerten oftmals länger als heutige Gastspielreisen. Janek empfand diese sehr lange Abwesenheit von zuhause manchmal als Belastung, denn man war nicht so leicht erreichbar, wenn man einmal die Landesgrenzen überschritten hatte. Nicht jeder hatte ein Telephon in der DDR und bis Briefe ankamen, war das Geschilderte Schnee von Gestern. Das Gefühl, nicht mit zu bekommen, was zuhause geschieht war besonders bedrückend, als in der Zeit der politischen Veränderungen 1989 das Orchester gerade in Japan unterwegs war. „Man bekam alle Informationen immer nur aus zweiter Hand,“ beschreibt Janek das Gefühl.
Im engsten Familienkreis blieben die langen Auslandsaufenthalte auch nicht immer spannungsfrei. „Man konnte das Erlebte zwar mit dem Partner teilen aber meine Frau musste ja davon ausgehen, die Orte nie selbst zu sehen“, beschreibt Janek das Gefühl einer gewissen Frustration, die sich bei den Daheimgebliebenen einstellen konnte. Nicht nur das Verreisen, sondern auch das Nachhause kommen ist den Geigern als emotionales Erlebnis im Gedächtnis geblieben. Es sei jedes Mal für kurze Zeit deprimierend gewesen, wenn man über graue, Tagebau zerfressene Landschaften wieder eingeflogen kam und über löchrige Strassen nachhause holperte, erinnern sich die beiden.
In den Siebziger und Achtziger Jahren war es unterwegs oft so, dass viele Musikerinnen und Musiker von ihnen fremden Privatpersonen eingeladen wurden. „Die hatten wirklich Interesse an uns und es entwickelten sich daraus Freundschaften, die bis heute halten“, erzählt Beate Roth, die auch gerne Opern-Gastspiele bestritten hat, weil man längere Zeit an einem Ort blieb.

Vor allem auf den Tourneen spüren die Beiden, dass die Qualitätsanforderungen in den letzten Jahren enorm gestiegen sind. Rankings, Schallplattenaufnahmen und das florierende internationale Tourneegeschäft liefern unendlich viele Vergleichsmöglichkeiten für die Zuhörer. Für sie sei das ein positiver Ansporn sagt Beate Roth: „Heute sind wir nicht mehr das exotische Ost-Orchester, sondern wir müssen mit Qualität überzeugen. So gut wie heute, war das Orchester wahrscheinlich noch nie.“ Dazu kommt, dass die nachrückenden jungen Kollegen mit einem sehr hohen technischen Niveau ins Orchester kommen. „Da müssen wir Älteren durchaus etwas tun, um mithalten zu können“, weiß die Geigerin. Aber auf Tournee, bei täglich wechselnden Sälen, unterschiedlichen Bühnensituationen und immer anderer Akustik macht sich auch die Erfahrung der älteren Kollegen bezahlt, die, falls gewünscht, durchaus hilfreiche Tipps geben können.
Die beiden fühlen sich in ihrer Instrumentengruppe gut aufgehoben. „Die funktioniert auch menschlich sehr gut“, sagt Beate Roth. Sie ist auch als Diensteinteilerin der Gruppe tätig und sieht sich in ihrem Urteil über die Gruppe unter anderem dadurch bestätigt, dass die beiden gestern von ein paar jüngere Kollegen anlässlich ihrer letzten Tournee zum Afternoon Tea eingeladen worden waren. Entsprechend wird der Abschied am Ende der Saison nicht so ganz einfach werden. Aber noch ist es ja nicht so weit: Einige Konzerte, Opernaufführungen und Kantaten in der Thomaskirche in Leipzig stehen noch bevor – die werden beide noch als Teil der Orchestergemeinschaft genießen.

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Rezensionen zum 2. Konzert

Freitag, 23. Oktober 2015

Vor allem die Blog-Autoren in London sind ziemlich fix, was das Schreiben von Kritiken angeht.
Hier drei Rezensionen des 2. Konzerts im Barbican. Auch wenn Classical Source keine Sterne vergibt, klingt der Text doch danach und auch Bachtrack hat nicht mit Lob gegeizt:

Bachtrack
Classical Source
The Arts Desk

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