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Archiv für die Kategorie „20. Oktober 2014, Wien“

Probejahr

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Kivanc Tire, Juliane Grepling,Léonard Frey-Meibach und Yu Sun (v.l.n.r.) sind derzeit im Probejahr. Kivanc war Absolvent der Mendelssohn-Orchesterakademie des Gewandhausorchesters, Juliane hatte einen Zeitvertrag. Die beiden haben im Anschluss das Probespiel für Horn respektive 1. Violine gewonnen. Juliane spielt auch Wagnertube, falls nötig, wie auf dem Probenfoto zu erkennen.

Léonard hat vor Kurzem für die Stelle des stellvertretenden Solocellisten vorgespielt, das er bereits gewonnen hatte. Vor vierzehn Tagen spielte er ein weiteres Mal vor, diesmal für die Nachfolge von Jürnjakob Timm, dem langjährigen 1. Solocellisten, und auch dieses Probespiel hat Léonard für sich entschieden. Yu muss sich ein Jahr lang auf der Stelle des Solobratschers bewähren.

Die Blogger-Kamera hat sie hier schon mal in den Fokus gerückt. Nun werden die Kollegen im Orchester genau hinhören. Deshalb ein herzliches Toitoitoi für das bevorstehende Jahr!

Leider konnten wir die Vier nicht auf einmal vor die Kamera bekommen … daher zum ersten Mal in der Geschichte des Blogs: ein manipuliertes Foto :/

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Gong-Factory Wien

Dienstag, 21. Oktober 2014

Gerhard Hundt und Wolfram Holl haben sich in Wien mit dem Schlagwerk-Spezialisten Berndt Thurner in seiner “Gong-Factory” getroffen. Die Instrumente, die sich die beiden Gewandhäusler anschauen werden im Burmesischen Mandele hergestellt und dort von einem der letzten Meister seines Fachs, Ko Win Naing, zum Klingen gebracht.
Thurner und der Burmesische Stimmer waren auch schon einmal im Gewandhaus. “Wir haben über 30 Gongs in allen Tonhöhen”, erzählt Wolfram. Aber alle waren seit Jahrzehnten ungestimmt und keiner wusste so recht, wie man die Stimmung exakt wieder herstellen sollte. Da erfuhren die Musiker von Thurner, der durch seine Kontakte nach Burma den Stimmer Ko Win Naing kannte und ihn mit nach Leipzig brachte. In knapp 2 Stunden hatte dieser alle Gongs auf exakt 443 Herz gestimmt. “Uns blieb allen der Mund offen stehen”, erinnert sich Wolfram Holl.

Heute suchen Wolfram und Gerhard einen Gong mit dem Ton “A” für die Neuinszenierung von Puccinis “Madama Butterfly” an der Leipziger Oper. Dafür wurden in der Gong Factory drei Gongs, viele Vergleichs-Gongs angeschlagen, gespannt zugehört, wie der Gong mit unterschiedlichen Schlegeln klingt, auf Schwingungen gelauscht und schließlich blieb einer übrig: Er hat einen satten Klang, der lange die Tonhöhe stabil hält und lange nachklingt. Gestimmt wurde das Instrument im Mai 2013, wie die Signatur des Meisters auf der Rückseite verrät.

Der 13 cm tiefe Gong mit einem Durchmesser von 56 cm kostet knapp 1000 EUR. Vielleicht geht er noch in dieser Woche mit ins Gepäck des Orchesterttransports, falls noch ausreichend Platz für die unvorhergesehene Beute ist. Vorne drauf schreibt Thurner gleich das Kürzel des neuen Besitzers, damit ihn kein anderer wegkauft!

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Wien, 2. Konzert

Montag, 20. Oktober 2014


Am zweiten Abend dieser Tournee, dem 24. Konzert in Wien unter Leitung von Riccardo Chailly (und dem 53. Konzert seit dem ersten Gastspiel im Jahr 1960), stehen Beethovens Violinkonzert und Schostakowitschs 12. Sinfonie auf dem Programm.

Durch das Guckloch der Bühnentür lässt sich ein Blick auf Solist und Dirigent während des Konzerts erhaschen. In der Pause spielt sich Cellist Axel von Hüne im Treppenhaus ein – super Akustik!

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