Beiträge (RSS)
 

Archiv für die Kategorie „2013 Festival-Tournee“

Pressestimmen zur erfolgreichen Festival-Tournee des Gewandhausorchesters

Freitag, 6. September 2013

Vom 27. August bis 1. September gastierte das Gewandhausorchester unter der Leitung von Riccardo Chailly zweimal bei den Salzburger Festspielen, für zwei Konzerte beim Festival Ljubljana sowie in Mahlers-Sommerresidenz Toblach bei den “Gustav Mahler Musikwochen”.

„Die schwierige Neunte Symphonie Gustav Mahlers war, das kann man ohne Übertreibung sagen, ein Lichtpunkt der heurigen Festspiel-Orchesterkonzerte…“ (Salzburger Nachrichten, D. Weber). „…im Großen Festspielhaus bei dieser wie aus einem Guss musizierten Neuntendas exzellent eingestimmte Orchester.“ (zu Beethovens 9. Sinfonie – Die Presse, W. Dobner). „Mahlers Neunte, souverän“, titelt Die Presse aus Wien außerdem zum Abschluss des Salzburger Mahler-Zyklus, den das Gewandhausorchester gab. Der Corriere dell´Alto Adige ist sich sicher, dass „Toblach nach dieser Aufführung nie mehr dasselbe sein wird wie zuvor.“ Die Kronenzeitung Wien erlebte ein „hervorragend studiertes und im Klang prächtiges Orchester“.

Die Münchner Abendzeitung hört eine „geerdete Brillanz, die in Deutschland nur noch mit den Berliner Philharmonikern, oder dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks vergleichbar ist. Die Nachbarn von der Staatskapelle Dresden können da nicht mehr mithalten.“ Der Rezensent Robert Braunmüller war „überwältigt vom Gestaltungswille“ in Beethovens 9. Sinfonie, „mit dem jeder Takt alt und doch so neu klang … ein Glücksmoment für alle, die es hören durften.“

Autor:

Standing Ovations für Gewandhausorchester und Riccardo Chailly bei Salzburger Festspielen

Freitag, 6. September 2013

Am vergangenen Wochenende hat das Gewandhausorchester unter der Leitung von Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly die Salzburger Festspiele mit zwei neunten Sinfonien beendet. Auf dem Programm standen Mahler und Beethoven.

Was im Falle von Beethovens Neunter bereits in Leipzig und bei früheren Tourneestationen in Wien, Paris und London funktionierte, stieß nun auch beim Musikverwöhnten Salzburger Publikum auf Begeisterung. Unser „sportlicher Beethoven“ sorgte beim letzten Sinfoniekonzert der Festspielsaison für Beifallsstürme. Sportlich, weil Maestro Chailly bei seiner Interpretation die originalen Metronomangaben Beethovens verwendet und alle neun Sinfonien somit etwas flotter daherkommen.

Im vierten Satz – Schillers Ode an Freude – brillierten die hervorragend eingestimmten Kollegen vom Wiener Singverein (Chor der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien) und unser Solistenquartett mit Luba Orgonášová (Sopran), Gerhild Romberger (Alt), Roberto Saccà (Tenor), der auf Tournee zugleich sein Debüt mit dem Gewandhausorchester gab, sowie Starbariton René Pape. Für ebensolche Beifallsstürme sorgte das Mahler-Konzert am Tag zuvor.

Im Vorfeld der Salzburg-Konzerte jagte ein Pressetermin den Nächsten, so lud u. a. Intendant und künstlerischer Leiter, Alexander Pereira zur Pressekonferenz mit seinem langjährigen Freund, Riccardo Chailly auf die Presseterrasse des Festspielhauses. Unsere Musiker nutzten indes die freie Zeit bis zum Konzert für einen Schlagabtausch auf dem Fußballplatz, man traf auf die Kollegen des Landestheaters. Das Spiel ging freundschaftlich mit 5:5 aus.

Wer sich von unserer „Mahler 9“ selbst ein Bild machen möchte, sollte sich schnell Resttickets für das Große Concert kommenden Sonntag sichern (8.9., 11 Uhr).

Autor:

Ein kleiner Ort, an dem Großes entstand – Erfolgreicher Tourneestart in Toblach

Mittwoch, 28. August 2013

Für das italienische Toblach war es der Abschluss der “Gustav Mahler Musikwochen”, für das Gewandhausorchester das erste Konzert seiner Festivaltournee. Auf dem Programm stand Mahler 9, die letzte Sinfonie, die Mahler vollendet hat.

Es ist kaum zu glauben, aber der größte Teil dieser  viersätzigen Komposition entstand in einem kleinen Holzhäuschen, 1909 in Toblach. Die Uraufführung erfolgte drei Jahre später, nach seinem Tod am 26. Juni 1912 in Wien unter der Leitung von Bruno Walter (Gewandhauskapellmeister von 1929 bis 1933). In dieser einfachen, rund vier Quadratmeter großen Unterkunft schuf Mahler ebenfalls die 8. Sinfonie und das Lied von der Erde. Gewohnt hat der Meister direkt nebenan, in einem kleinen Gasthof, die heutige Mahler-Stube.

Von der Ruhe, die hier einst herrschte, ist heute nicht mehr viel übrig. Man entschied sich einen Wildpark um das Komponierhäuschen zu bauen und man kommt nicht umhin sich zu fragen, ob die Touristen wegen Gustav Mahler oder Wildschwein, Schaf und Co anreisen – für Klassikliebhaber eine skurrile Situation.

Den Aufenthalt in Toblach haben wir jedenfalls gleich mal für ein paar Dreharbeiten für unsere künftigen Mahler-Projekte genutzt. Im Anschluss  traf sich Riccardo Chailly noch mit Henry-Louis de la Grange, ein renommierter Mahler-Experte, der dem Maestro insbesondere zu Beginn seiner Karriere bei der Interpretation von Mahlers Werken als Mentor beratend zur Seite stand.

Die Neunte am Ort ihrer Entstehung aufzuführen, war für uns ein besonderes Erlebnis. Danke Toblach, danke Mahler. Wir kommen gerne wieder.

Autor: