Beiträge (RSS)
 

Archiv für die Kategorie „2012 Herbst-Tournee“

Birmingham

Freitag, 26. Oktober 2012

Die Symphony Hall in Birmingham schlug bei der Eröffnung ein wie eine Bombe.
Der Akustiker Russel Johnson hatte eine im Wortsinne unerhörte Konzerthalle gebaut. Es war für europäische Ohren eine Sensation, was man mit architektonischen Kniffen alles ausrichten kann: veränderbares Raumvolumen, verstellbare Wandelemente, Schallschutzelemente, die man beliebig auf und zu ziehen kann, etc. Für jede Art der Musik konnte hier die “richtige” Akustik hergestellt werden.
Das Beispiel machte schnell Schule und zahlreiche KOnzertsaal-Neubauten engagierten Johnson für die perfekte Akustik. So z.B. auch das KKL in Luzern.

Wenn man nach einigen Jahren nach Birmingham zurückkehrt stellt man fest, dass der Saal nicht nur immer noch sensationell gut klingt, sondern dass die Halle auch von ihrer Erschließung her einen Idelfall darstellt. Riesige Türen zur Bühne, ein großer Hinterbühnenbereich, ausreichend Garderobenplatz, gute Zuliefermöglichkeiten für die Instrumente, etc.etc.etc.

Auch die Lage in der Innenstadt und das wie eine Durchgangsstraße konzipierte Foyer sind noch immer attraktiv durch die vielen Gäste und Spaziergänger, die sich Konzerte und andere Veranstaltungen anschauen oder von einem Teil des Stadtviertels ins andere durch das Gebäude flanieren.

Die kleine Herbsttournee endete in der so gut wie ausverkauften Symphony Hall in Birmingham mit vielen Bravo-Rufen und langem Applaus.

Auch die Musiker/innen der INstrumentengruppen wurden stürmisch gefeiert. Nach soviel Erfolg und guter Ensembleleistung hat der Gewandhauskapellmeister allen Grund entspannt zu sein.

Riccardo Chailly gehörte 1990 mit dem Concergebouw Orkest, dessen Chef er damals war, zu den Eröffnungs-Künstlern der Symphony Hall. Der Maler Perryman portätierte damals (1990) Riccardo Chailly wie auch viele andere Künstlerinnen und Künstler, die die Wände im Verwaltungs- und Garderobenberich der Halle schmücken.

Riccardo Chailly und sein Porträt in der Symphony Hall, Birmingham

Autor:

National Concert Hall

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Die National Concert Hall (NCH) in Dublin ist ein sehr besonderes Gebäude. Es wurde früher einmal anders genutzt, als heute. Da dies aber eine Frage auf unserer Facebook-Seite sein wird, um ein kleines Mitbringsel zu gewinnen, wird das hier erst einmal nicht verraten. Wenn Sie wissen, für welchen Zweck die NCH eigentlich gebaut wurde, dann schicken Sie Ihre Lösung bitte an online@gewandhaus.de (bis 28.10.).

Um das strenge graue Gebäude am Abend etwas freundlicher erscheinen zu lassen, leuchtet es in allen Regenbogenfarben. Das Innere lässt die vergangene Pracht des Gebäudes in Teilen noch erkennen. Hinter der Bühne merkt man aber schon, dass hier ein komplexer FUnktionsraum in einen nicht dafür vorgesehenen Baukörper gequetscht wurde. Dennoch ist die Akustik ziemlich gut in der National Concert Hall.

Daher konnte die Probe auch kurz gehalten werden. Lynn Harrell und Riccardo Chailly hatten sich schnell verständigt. Im Hinterbühnenbereich ist es ein wenig unübersichtlich kurz vor dem Auftritt.

Im Foyer findet man ein interessantes Regal-System – IKEA nicht ganz unähnlich-Möbeln. Schuhablagefächer fuer Schlechtwetter-Treter? Handtaschen-Garage? Nein: in diese Fächer, die alle nummeriert sind, kann man sich seine Pausengetränke heineinstellen lassen, die man vor dem KOnzert bestellt hat. Da herrscht Ordnung und man muss sich am Stehtisch nicht ums schönste Schnittchen balgen, dass einem dann doch nicht gehört, sondern das am Nebentisch.

Die Dubliner haben das Konzert stürmisch beklatscht. Sogar Standing Ovation gab es am Schluss, da kann man schon mal mit Gebinden winken! Für unseren Klarinettisten gab´s einen Sonderapplaus, weil er das Klarinetten-Solo im dritten Satz von Rachmaninows 2. Sinfonie so traumhaft gespielt hat. Auch die Hörner haben Extra-Applaus eingeheimst – für ihren makellosen Einsatz in Schostakowitschs Cello-Konzert. Thumbs up! Würde der Ire wohl sagen!

Autor:

“Chailly is one of a handful…..

Mittwoch, 24. Oktober 2012

…of living conductors who genuinely deserves to be called great.”
Außenwerbung an der National Concert Hall in Dublin.

Autor:

latha math!

Mittwoch, 24. Oktober 2012

…Guten Tag! (Gälisch)
Der zweite Tag der kleinen Tournee, Reise nach und Ankunft in Dublin, war vor allem durch die einstündige Verspätung geprägt, die der Flieger aus Paris hatte.
Der Blogger und Orchestermanager Marco Eckertz sind daher nicht ganz pünktlich zum Empfang in der Residenz des Deutschen Botschafters, Dr. Eckhard Lübkemeier gekommen.
Hier waren Reisejournalisten und Reiseveranstalter geladen, um für das Reiseziel Deutschland, spziell Leipzig, zu werben.
Die Deutsche Zentrale für Tourismus, Büro London, präsentierte ihre Themenschwerpunkte für die kommenden Jahre, mit denen sich die DZT im Ausland präsentieren wird und auch Frau Palm von der Leipzig Tourist Marketing GmbH rührte kräftig die Werbetrommel. Der Botschafter selbst und seine Gattin brachten sich ebenfalls ein und plaudern hier mit Journalisten.
Am Ende des Abends wurden aus allen abgegebenen Visitenkarten 15 Eintrittskarten fürs Gewandhausorchester-Konzert in der National Conert Hall verlost.

Höhepunkt des Abends war zweifelsfrei der kleine Auftritt des Reinhold-Quartetts, kurz eingeführt durch Gewandhausdirektor Andreas Schulz, der mit seiner unterhaltsamen Ansprache mit viel Elan Lust auf einen Leipzig-Besuch machte.

In den Deutschen Auslandsvertretungen gehts meist sehr stilvoll zu und auch das Branding mit dem CI stimmt.

Autor:

Künstlergarderobe

Dienstag, 23. Oktober 2012

Nach dem Konzert drängelten sich jede Menge Menschen vor der Garderobe von Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly.
Immer wieder fragt sich der Blogger, wie es diesen Fans gelingt, an den sonst so massiven Kontrollen vorbei (siehe den Eintrag zum Thema “Namensschilder”) in den Hinterbühnenbereich gelangen.
ZUm Besuch gealden waren jedenfalls die Vertreter von Porsche, Herr Edig und Herr Dau, die von Gewandhausdirektor Schulz zur Garderobe geracht worden waren, sowie Maestro Masur, die alle Herrn Chailly ihre Aufwartung machen wollten.
Am Ende gab´s dann noch einen Preis, nämlich den “Orphée d´Or”, der vor einiger Zeit bereits für die Gesanteinspielung Beethovenscher Sinfonien mit dem Gewandhausorchester bereits verliehen, aber bislang nicht ausgehändigt worden war.

Autor: