Beiträge (RSS)
 

Archiv für die Kategorie „09-15-2011, Luzern“

Luzern, ein Traum!

Donnerstag, 15. September 2011

So Leute, wir sind in Luzern.

Die Busreise dorthin war wenig erbaulich und auch nicht gerade spannend bebildert.

Was haben wir gesehen: Berge, Kühe ach ja, und Berge und Kühe!

Nach gut 4 Stunden Fahrzeit haben wir dann Luzern erreicht – Hotel beziehen – kurzes Bad im See – dann in die Stadt. Die Eindrücke konnten nicht verschiedener sein, verglichen mit Genf. War Genf noch französich gefärbt in Sprache und Lebensgeist, dazu die calvinistische, distanzierte Prägung, ist Luzern eher wohlig, schweizerdütschig und katholisch.

Die Kapellbrücke ist das Wahrzeichen der Stadt – in den 1990er Jahren verheerend durch einen Brand beschädigt, dann wieder aufgebaut. Von den Bogenmalereien haben nur wenige den Brand überstanden, ein Jammer.

Gut, dass es da die leckere schweizer Schokolade gibt, die gleich wieder gute Laune macht. Vor lauter Auswahl wird einem hier ganz schwindelig. Ach ja, auf dem einen Bild sieht man das KKL – das Konzerthaus in dem wir heute Abend gespielt haben. Das riesige Dach wird uns noch begegnen.

In der Portraitserie “Menschen, ohne die nix geht” haben wir heute den fleißigen Truckfahrer unseres Logistikpartners DHL ausgewählt. Er begleitet uns schon seit Leipzig, ohne das wir ihn oft sehen. Er fährt meist in der Nacht nach dem Konzert zum anderen Tourneeort. In seinem Truck sind alle Instrumente (ein unschätzbarer Wert) geladen und wir können ihm nur inständig danken, dass er seinen Job so gut macht.

Jetzt aber zum Konzert. Das KKL war gestopft voll, die Akustik brillant, die Architektur hinreißend. Der Innenraum ist tontechnisch kaum zu übertreffen und sieht dabei noch gut aus. In dieser Atmosphäre gelangen die beiden Werke des Abends, Wagners Tannhäuser: Ouvertüre und Venusberg sowie Bruckners 6., durch Chaillys Temperament einfach nur genial. Bei Bruckner verspürte man eine Dauerexplosion, Chaillys Zugriff war feurig. Sehr viel Applaus gab es. Am Bühneneingang versammelten sich dann nach dem Konzert zahlreiche Autogrammjäger. Und da sieht man auch nochmal dieses Riesendach, schick aber irgendwie nicht nötig.

Morgen geht es nach Linz.

Autor: