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Archiv für die Kategorie „03-03-2011, Tokyo“

Pressetag

Donnerstag, 3. März 2011

Der freie Tag wurde für Gewandhauskapellmeister Riccardoc Chailly, Gewandhausdirektor Andres Schulz und andere Beteiligte zum Pressetag erklärt.
Von 16 Uhr an bis 20 Uhr stellte sich Riccardo Chailly zunächst in Einzelinterviews den Fragen, später dann gemeinsam mit Prof. Schulz und Masa Kajimoto (dem lokalen Konzertveranstalter und Chef der gleichnamigen Konzertagentur) den Fragen der Journalisten auf einer Pressekonferenz.

Riccardo Chailly im Interview mit Kei Yoshimura für Record GejitsuDen Anfang machte die Zeitschrift Record Gejitsu, die sich für die Gershwin-CD interessierte. Mit dabei eine Dolmetscherin und ein Fotograf. Im Hintergrund – und nicht im Bild zu sehen – hielten sich außerdem drei Mitarbeiter von DECCA Japan, eine Mitarbeiterin von Kajimoto und der Chefredakteur von Record Gejitsu auf (das Magzin gehört übrigens zur Ongaku no Tomo-Gruppe). Riccardo Chailly ließ sich durch die Menschenmenge nicht aus der Ruhe bringen. Ort des Geschehens: Ein Zimmer im Hotel Seiyo Ginza.
Der Autor des Interviews war der Musikkritiker Kei Yoshimura.

Als nächstes drehte NHK ein Interview mit Riccardo Chailly – in einem anderen Zimmer des Hotels. Das Interview dient als Pausengespräch der Liveübertragung des Konzerts, die NHK morgen, 4. März 2011, vom Konzert des Gewandhausorchesters produziert.
Neben dem japanischen PR-Assistenten des Gewandhauses, Akio Takano, war der Chef-Produzent des Kulturkanals, Herr Sasai anwesend (beide zu sehen im Gespräch mit Chailly), der Erste Programmdirektor, Junya Yagi, und der Senior Produzent, Kazunori Yuki, des NHK-Kulturkanals.

Der dritte Programmpunkt des Tages bestand in einer Pressekonferenz, die von Vertretern der wichtigsten Zeitungen und Magazine Japans besucht wurde. Zum Beispiel vom Magazine Chopin, The Asahi Shimbun, Yomiuri Shimbun, The Nikkei Weekly und vielen andere. Riccardo Chailly sprach von den beiden Programmen, die in Tokyo gegeben werden, von seiner Auffassung, Bach mit dem Gewandhausorchester zu interpretieren, von der Gershwin CD, von seiner ersten Begegnung mit dem Gewandhausorchester und dem Lob Karajans, das er nach dieser ersten Begegnung einheimste aber auch von CD-, DVD- und Tourneeplänen.

Auf einer Tischseite sassen – neben Kei Yushimura von Record Gejitsu – in trauter Nachbarschaft die Chefredakteure der größten Musimagazine Japans, Ongaku no Tomo und  Mostly Classic.

In Sachen Gershwin führte Chailly aus, dass man auf dieser CD eine weitere, überraschende, Facette des Gewandhausorchesters erleben könne, aber auch zeigen könne, dass ein traditionsreiches Orchester frei und flexibel diese Musik auf höchstem Niveau spielen kann, ohne dabei seine eigene Klangidentität zu verraten bzw. aufgeben zu müssen und ohne den jazzigen Anteil der Musik lediglich zu behaupten.
Bei Gershwin laufe man Gefahr zu exaltieren, erläuterte Chailly. Die besondere Stilistik, die für die Interpretation notwendig sei, müsse oftmals als Entschuldigung für musikalische Übertreibungen oder gar als Argument für die Aufgabe individueller Klangfacetten herhalten. Dies sei nicht nur schädlich für die Musik sondern auch gar nicht nötig, wie die vorliegende CD beweise.

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Instrumentenausgabe Tokyo

Donnerstag, 3. März 2011

Seit dem letzten Einsatz in Paris am 28. Februar hatten  jene Musikerinnen und Musiker, die ihr Instrument nicht als Handgepäck mit sich geführt haben, keine Möglichkeiten, zu üben.
Heute, drei Tage später nun, sind die beiden Transporter mit den Instrumentenkisten vor dem Hotel vorgefahren – und auch hier dürfen sie nur eine halbe Stunde stehen bleiben.  Es gilt also schnell zu sein, und sich sein Instrument herausgeben zu lassen.  In der Zeit, in der die Photos entstanden waren unter anderem der Cellist Hendrik Zwiener und die Geigerin (1. Violinen) Anna Schuberth-Meister vor Ort.

Die lokalen Transportmitarbeiter haben die Instrumentenkisten quasi meditativ angeordnet ; die Orchesterwarte Holger Berger und Martin Günther überwachen das Geschehen und schließen bei Bedarf die Kisten auf.

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