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Archiv für die Kategorie „22. Februar 2010 San Francisco“

Rezensionen San Francisco

Mittwoch, 3. März 2010

Die erste Rezension der Konzerte aus San Fracisco ist auf S.F. Classical Voice erschienen.

Die zweite Kritik erschien bei SFist.com.

Auch im Blog Seen and Heard ist eine Rezension der Konzerte erschienen.

Ebenso schreibt Axel Feldheim in seinem Blog “Not for Fun only” über die Konzerte in San Francisco.

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Das Geheimnis der Kontrabassisten

Dienstag, 23. Februar 2010

Für die Blicke der meisten Zuschauer verborgen, findet man allerhand private Utensilien auf einer Konzertbühne. Was Kontrabassisten so alles benötigen, zeigen die Ablagetische der Musiker der hinteren Kontrabass-Reihe in der Probe.

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5. Konzert

Dienstag, 23. Februar 2010

Auch das zweite Konzert in San Francisco war ausverkauft, auch diesmal gab es lange anhltenden Applaus, für den sich das Orchester mit einer Zugabe bedankte. Auch Louis Lortie ließ man nicht ohne Zugabe ziehen.

Nach dem Konzert wurde das gesamte Orchester und Gäste aus San Francisco vom Generalkonsul Deutschlands in San Francisco, Peter Rothen, ein geladen. In der launigen Rede des Generalkonsuls rührte dieser die Werbetrommel für den Amerikanischen Freundeskreis, von dem es seiner Meinung nach einen Ableger in San Francisco geben sollte.
Bei desem Empfang ließ sich gut verfolgen, dass Radioreporter zu sein manchmal kein leichter Job ist.

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Proben-Foto-Story

Dienstag, 23. Februar 2010

Welche Geschichte Herr Lortie dem Gewandhauskapellmeister hier erzählt ist leider nicht überliefert.

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Kollegenbesuch

Dienstag, 23. Februar 2010

von Charlotte Schrimpff, Leipziger Volkszeitung

Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly feierte bei der Ankunft in San Francisco seinen 57. Geburtstag. Nach den beiden Konzerten am Sonntag und Montag haben alle anderen genauso Grund zum Feiern – und das nicht nur, weil Halbzeit ist, auf der 14. USA-Tournee des Gewandhausorchesters.

Am Abend kommt man ins Gespräch. Die Nachbarn zur Rechten sind aus Vancouver, Kanada – Olympia-Flüchtlinge, wie er spaßt. Zur Linken sitzen Jean und Adelheid Pfennings: „Von hier, aus San Francisco“ sagt sie auf Deutsch, „und ursprünglich aus Tübingen, aber das ist jetzt schon zehn Jahre her.“ In Reihe J im Parkett, das hier „Orchestra“, Orchester heißt, säßen sie normalerweise auch nicht, sondern weiter vorn, in Reihe R, Plätze 113 und 114. Weil ihnen aber ein Datum in ihrem Abonnement für die San Francisco Symphony (SFS) nicht gepasst hat und sie die Tickets tauschen mussten, haben sie eben das Konzert aus der „Great Performers Series“ am Sonntag genommen, auch, wenn sie das Gewandhausorchester am Montag sowieso gehört hätten. „Aber die Programme sind ja verschieden“ sagt er, und das stimmt: Chopins e-moll-Klavierkonzert und Dvoráks Sinfonie Nr. 9 gibt es Sonntag, am Montag dafür Beethovens fünftes Klavierkonzert und seine siebte Sinfonie.

Herbert Blomstedt, der letzte Gewandhauskapellmeister vor Riccardo Chailly (und zugleich letzter Chefdirigent der SFS vor Michael Tilson Thomas) hat am Samstag auch hier dirigiert, SFS mit Haydn und Beethoven, in dieser Woche werden es Mozarts Linzer Sinfonie sein und Anton Bruckners Achte. Nun sitzt er bei beiden Chailly-Konzerten in der ersten Loge vorne links – und scheint zufrieden. Nach Dvoráks Neunter steht er auf und klatscht, lange und mit Nachdruck. Wie alle anderen – und wie bisher überall in Kalifornien.

Die Louise M. Davies Symphony Hall – das M steht übrigens für „May“, was sogar im Haus niemand weiß – hat 2743 Plätze und einen Klang, der sehr europäisch ist, wie Generalbundesanwältin Monika Harms findet. Sie reist mit dem Orchester, die ganze Tournee über, hat die anderen Säle alle gehört und wird auch in Boston dabei sein, wo das Originalduplikat des zweiten Gewandhauses steht, in Newark und schließlich: der Carnegie Hall in New York. Die Gründung des amerikanischen Freundeskreises Ende Februar dort ist der eigentliche Anlass, „und bis dahin habe ich Urlaub“ sagt sie – „als einzige!“ Und lacht. Dabei sammeln sie, Andreas Creuzburg, der Vorsitzende der Leipziger Gesellschaft der Freunde des Gewandhausorchesters, und Gewandhausdirektor Andreas Schulz permanent Visitenkarten, unter Umständen direkt nach dem Frühstück, wenn Peter Rothen, der deutsche Generalkonsul in San Francisco bitten lässt. Nach dem Konzert am Montag bittet er übrigens auch den Rest des Orchesters – zum Empfang mit Kanapees und der Idee, gleich auch einen kalifornischen Zweig des Freundeskreises mitzugründen.

Die Musiker derweil haben einen freien halben Tag und üben. Oder joggen oder fahren Rad – am berühmten Pier 39 vorbei durch die Sonne und dann die genauso berühmten Hügel wieder hoch. Lothar Petrausch sieht da schon keine Sonne mehr und auch nichts von Alcatraz und dem Pazifik und der Brücke mit den rostig-orangefarbenen Pfeilern. Petrausch, der Bühnenmanager, steht mit seiner Crew in der Symphony Hall und stellt die hübsch gesägten Pulte hin und den Flügel für Louis Lortie. Und wenn das Orchester zur Zugabe Beethovens Prometheus-Ouvertüre gespielt hat und dann vorläufig wieder frei, steht Petrausch mit seiner Crew in der Symphony Hall und schiebt den Flügel zurück und die Pulte und verpackt alles andere in Kisten für den Flug nach Boston am Morgen.

Vorher muss allerdings das Toben aufhören. Um zehn nach zehn pazifischer Zeit, als 2743 Menschen tatsächlich nach ihren Mänteln greifen, die hier immer über den Rückenlehnen liegen, und zu den Ausgängen laufen, sind Jean und Adelheid noch mal neben mir. „Das kommt nicht so häufig vor, dass alle stehen zum Applaus“ sagt sie, „das ist hier schon etwas Besonderes. Bis morgen also!“ Ja, bis morgen – in Boston.

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