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Archiv für die Kategorie „16. Februar 2010 Los Angeles“

Interview und Empfang

Mittwoch, 17. Februar 2010

Am Nachmittag gab Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly ein Interview mit “Minnesota Public Radio“. Dafür wurde das Studio des American Public Radio in Los Angeles genutzt. MPR überträgt zwei Konzerte dieser Tournee. Die Übertragung ist landesweit zu empfangen. Themen waren die aktuelle Tournee und ihr Programm sowie die Einspielung der Brandenburgischen Konzerte, die soeben auch in den USA veröffentlicht wurde.

Abends luden der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland, Wolfgang Drautz und seine Gattin, in ihre Residenz. Geplant war ein Salon-Konzert. Da jedoch noch immer ein Teil der Instrumente bislang nicht den Zoll passiert hatte, musste die musikalische Umrahmung der Einladung bedauerlicherweise ausfallen.
Gemeinsam mit Orchestervorstand Peter Borck (Bratsche), dem ersten Konzertmeister Frank-Michael Erben, dem Vorstandsvorsitzenden der “Freunde des Gewandhauses zu Leipzig”, Andreas Creuzburg und Generalbundesanwältin Monika Harms, begeisterte Gewandhausdirektor Schulz die Gäste für das Orchester und den neuen amerikanischen Freundeskreis.

Unter den Geladenen fanden sich auch die Schauspielerin Elke Sommer und der “Council Man”, Tom LaBonge, der wie ein Bürgermeister dem 4ten Distrikt von Los Angeles als Verwaltungsoberhaupt vorsteht. Im vierten Distrikt leben 300.000 Menschen.

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Akklimatisieren

Dienstag, 16. Februar 2010

Einige der Instrumentenkisten stehen  ab 10 Uhr in der Walt Disney Hall bereit. Kontrabässe und Celli allerdings werden erst am Nachmittag geliefert. Nach dem Frühstück, das nicht mit in den Übernachtungen enthalten ist, sondern auf eigene Faust organisiert werden muss, holen sich zahlreiche Musikerinnen und Musiker ihr Instrument in der Konzerthalle ab. Stefan Petraschewsky, der die Tournee im Auftrag des MDR begleitet hat sein Equipment ebenfalls wohlbehalten aus den Frachtkisten geborgen.

In den Genuss sonniger Akklimatisierung unter blauem maliforischen Himmel kommt das Orchestermanagement nicht so schnell. Am Mittag wurde der gesamte Tourneeablauf mit den Vertretern der Konzertagentur CAMI, Gewandhausdirketor Andreas Schulz (li. hi.), Orchestermanager Marco Eckertz (li. mi.) und Orchesterwart Lothar Petrausch (li. vo.) besprochen. Details und bislang ungeklärte Fragen werden dabei geklärt, um einen reibungslosen Ablauf der Tournee zu gewährleisten.

Die Themen reichen von den Distanzen zwischen Hotel und Konzerthalle (zu Fuß oder mit dem Bus?) oder wo nach den Konzerten noch etwas Essbares aufzutreiben ist. Fehlende Restaurants, die noch nach 22 Uhr geöffnet sind, sind häufig ein Problem. Besprochen wir unter anderem auch, wann die Muskerinnen und Musiker die Konzertpodien betreten dürfen, um sich einzuspielen und wann eine Probe als solche bezeichnet und damit in den Hallen kostenpflichtig wird.

Wichtige Absprachen betreffen auch die Transportzeiten der Orchesterwarte und der Instrumente. Neben den Reisezeiten des Orchesters und dem Reiseplan des Gewandhauslapellmeisters ist dies der dritte Reiseplan, der parallel dazu organisiert werden muss. Mit dabei Stefan Petraschewsky (MDR, re. vo.) und  Charlotte Schrimpff, die die Tournee im Auftrag der LVZ dokumentiert (re. hi.).

Später steht noch das Studio-Interview mit Riccardo Chailly auf der Tagesordnung und ein Empfang beim deutschen Generalkonsul in Los Angeles.

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Flug nach LA

Dienstag, 16. Februar 2010

Der elfstündige Flug von München nach Los Angeles verlief ohne Zwischenfälle unter anderem über Grönland.
Etliche hielt es allerdings – trotz strenger Ermahnungen der Flugbegleiter – nicht lange auf den Sitzen. Die Bordküchen wurden zum zweitweisen Aufenthaltsort erkoren. Generalbundesanwältin Monika Harms, die die Tournee begleitet, mischt sich ebenfalls unter die Musiker. Sie hat entscheidend zum Gelingen der Gründung des amerikanischen Freundeskreises des Gewandhausorchesters beigetragen (“American Friends of the LGO“). Der neue Freundeskreis wird am 27. Februar in New York zum ersten Mal öffentlich präsentiert.

Nach Ankunft in L.A. um 19 Uhr (4 Uhr morgens deutscher Zeit) wurde umgehend das Hotel angesteuert. Manche waren bis hierhin nahezu 24 Stunden auf  den Beinen. Größere Unternehmen scheiden daher wohl aus.

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