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Archiv für die Kategorie „31. August 2010“

Musiker im Hotel 2

Mittwoch, 1. September 2010

Noch weitere Musiker haben sich bereit erklärt, den doch recht privaten Einblick in ihre Probensituation auf ihrem Hotelzimmer zuzulassen.

Der 1. Konzertmeister der ersten Geigen, Christian Funke, probt im Hotel mit Dämpfer und in bequemer Kleidung. Wenn man sich beim Proben dauernd zurück hielte, um die Nachbarn nicht allzu sehr zu stören, bräuchte man gar nicht erst anfangen, sagt er – und Bewegungsfreiheit muss auch sein!
Karl-Heinz Georgi (Trompete) hat das Piston zum Üben mit ins Hotel genommen. Die kleinformatige Trompete ist einfach handlicher. Zunächst jedoch beginnt er mit Übungen auf dem Mundstück. Bei Peter Schurrock (Klarinette) läuft der Fernseher nebenbei – dann fühlt man sich nicht so allein auf dem Zimmer.

Vielen Dank allen Musikern, die uns hinter die Zimmertüren haben schauen lassen.

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Musiker im Hotel

Dienstag, 31. August 2010

Zwischen Lieferantenlärm, der vom Hotelinnenhof hinaufschallt und dem Jaulen der Industriestaubsauger, die von geschäftigem Hotelpersonal über die Auslegeware geschoben und gezerrt werden, suchen sich noch andere Klänge den Weg durch die Zimmertüren des Luzerner Hotels.
Denn auch wenn heute keiner der Musiker auf der Bühne sitzt – ein freier Tag ist geplant – muss geübt werden. Die Hotelzimmer der Musiker verwandeln sich dann in Überräume.

Jeder hat seine eigenen Rituale, die Übezeit so effektiv wie möglich zu gestalten. Was angesichts der Zimmerbeschaffenheit nicht immer so leicht ist: Schlechtes Licht, enge Räume und andere Beeinträchtigungen machen erfinderisch.

Christian Kretschmar (Horn) und Christian Giger (Solo-Cellist) sehen die Sache pragmatisch: Instrument in die Hand nehmen und loslegen. Dietrich Reinhold (2. Violine) hat sich ins Bad zurückgezogen – wegen der besseren Beleuchtung. Uwe Kleinsorge (Oboe) hat vor allem mit der Prefektionierung seiner Rohrblätter zu tun – in seinem dunklen Zimmer unterm Dach musste er für diese Feinarbeit seinen Platz in die gut beleuchtete Dachgaube rücken.

Die Reihe wird fortgesetzt.

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