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Pressekonferenz zum Houston-Gastspiel erinnert an historische Ereignisse in Leipzig vor 25 Jahren

26. Juni 2014

Das Gewandhausorchester unter der Leitung von Riccardo Chailly gastiert vom 3.-10. November 2014 in Houston, Washington, Boston, Newark und für zwei Konzerte in New York. 25 Jahre nach den weitreichenden politischen Ereignissen der Leipziger Montagsdemonstrationen, die zur Wiederverinigung Deutschlands führten und 40 Jahre nach der ersten USA-Tournee des Gewandhausorchesters dirigiert der amtierende Gewandhauskapellmeister, Riccardo Chailly, sechs Konzerte an der Ostküste der USA, eines davon am 9. November 2014 in New York, genau am 25. Jahrestag des Mauerfalls.

In Houston, Leipzigs Partnerstadt seit 1993, wurde das Gastspiel des Gewandhausorchesters jetzt mit einer hochkarätigen Pressekonferenz angekündigt: Houston’s Bürgermeisterin Annise D. Parker und James A. Baker III, während der Wiedervereinigung im Jahr 1989 Außenminister unter George H.W. Bush, haben sich im Rahmen der Pressekonferenz zu Wort gemeldet. James A. Baker III wird vor dem USA-Gastspiel des Orchesters während des Lichterfestes, am 9. Oktober 2014, zu Gast in Leipzig erwartet.

Vor genau 40 Jahren (Oktober/November 1974) trat das Orchester sein erstes Gastspiel in die Vereinigten Staaten an. Houston, Boston, Washington und New York standen damals bereits auf dem Reiseplan. Im Jahr 2014 erfolgt nun der zweite Besuch in Houston. Newark wurde erst 2004 zum ersten Mal bereist.

Asien-Tournee erreicht über 40.000 Zuhörer

27. März 2014

Vom 10.-23. März 2014 gastierte das Gewandhausorchester unter der Leitung von Riccardo Chailly in Deutschland, China und Japan. Erstmals in China wurde ein Konzert landesweit simultan in acht weitere Konzertsäle übertragen. Die China-Konzerte konnten weltweit live im Internet gesehen und chinaweit live über Bejing Radio gehört werden. In Tokyo unterstütze das Orchester zusätzlich die Standort-Kampagne „So geht sächsisch“.

Die Gastspiel-Reise 2014 begann mit einem Auftritt in Frankfurt am Main, Solisten der Tournee waren Midori (Violine) und Nelson Freire (Klavier). In den Konzerthallen in Frankfurt, Shanghai, Kawasaki, Osaka, Kyoto und Tokyo (3x) applaudierten 17.500 Zuhörerinnen und Zuhörer dem Leipziger Orchester unter der Leitung von Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly, weitere 17.000 Zuschauer erlebten die Shanghai-Konzerte online als Livestream und zusätzlich 6.000 Zuschauer besuchten die Video-Simultanübertragungen in acht weiteren Konzertsälen Chinas.

Das Gewandhausorchester war das erste Orchester in China überhaupt, dessen Auftritt in andere Konzerthallen landesweit übertragen wurde: Das Konzert am 15. März aus dem Shanghai Oriental Art Center (SHOAC) konnte simultan auch in Wuhan, Zhengzhou, Wenzhou, Xi’an, Changzhou, Qingdao, Kunshan und Hangzhou gesehen werden. Laut dem Präsidenten des SHOAC, Hongming Lin, waren die Konzerte in den acht Hallen nahezu ausverkauft, was ca. 6000 Zuschauern entspricht. Für Herrn Lin spielte diese Übertragung eine “entscheidende  Rolle für die Verbreitung von klassischer Musik in China”. Beide Konzerte, die das Gewandhausorchester in Shanghai gab, wurden außerdem chinaweit live auf Beijing Radio übertragen sowie zeitversetzt bei Shanghai TV gesendet.

Dank der Unterstützung des Gewandhaus „Global Sponsor“ DHL waren die beiden Konzerte aus dem SHOAC die ersten Tourneekonzerte des Gewandhausorchesters, die online live als Videostream übertragen und weltweit gesehen und gehört werden konnten. „Das Gewandhausorchester war mit dieser einzigartigen medialen Verbreitung Vorreiter für den chinesischen Klassikmarkt“, präzisiert Gewandhausdirektor Andreas Schulz den Wert der Konzert-Übertragung. „Auch die sechs Konzerte in Japan waren so erfolgreich, dass wir uns über die Wiedereinladung für eine Tournee in 2017 freuen können.“

Im Rahmen der Standort-Kampagne „So geht sächsisch“ trat in Tokyo ein Streichquartett des Gewandhausorchesters auf und gab ein spontanes Platzkonzert in Tokyo Midtown. Ebenfalls in Tokyo sowie in Shanghai traten die Akademistinnen und Akademisten der Mendelssohn-Orchesterakademie des Gewandhausorchesters und der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ auf und gaben zwie Kammermusikkonzerte.

Am letzten Tag der Tournee, am 23. März 2014, erlebte eine hochkarätige sächsische Wirtschaftsdelegation unter der Leitung von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Leipzigs Bürgermeister für Wirtschaft und Arbeit, Uwe Albrecht, das Gewandhausorchester-konzert in der Suntory Hall in Tokyo. Anwesend waren zahlreiche Wirtschaftsvertreter Sachsens und Japans.

Mit 130 mitreisenden Musikerinnen und Musikern war es eine der größten Besetzungen in der Geschichte des Gewandhausorchesters, die je auf Tournee gegangen ist.

Letzter Abend in Japan

23. März 2014

Am letzten Tag der Tournee, am 23. März 2014, erlebte eine hochkarätige sächsische Wirtschaftsdelegation unter der Leitung von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Leipzigs Bürgermeister für Wirtschaft und Arbeit, Uwe Albrecht, das Gewandhausorchesterkonzert in der Suntory Hall in Tokyo. Anwesend waren zahlreiche Wirtschaftsvertreter Sachsens und Japans.

 

Podcast – Leipzig is calling!

23. März 2014

Acht Konzerte in anderhalb Wochen auf einem fernen Kontinent! Doch wie muss man sich das Tourleben in China und Japan vorstellen? Und was unterscheidet das asiatische Konzertpublikum vom europäischen? Um einen kleinen Eindruck vom Alltag auf Tour zu bekommen, hat detektor.fm-Musikchef Gregor Schenk zum Telefonhörer gegriffen und unsere Musiker Wolfram (Schlagzeug) und Manfred (Flöte) nachts in Tokypo angerufen.

Podcast: “Saitenwechsel” – Detektor.fm entdeckt Klassik | #36 Das Gewandhausorchester in Asien, Teil 2

 

Hanami (jap. „Blüten betrachten“) in Tokyo

23. März 2014

Hanami (jap. „Blüten betrachten“) ist die Tradition, im Frühjahr (Ende März/Anfang April) mit sogenannten „Kirschblütenfesten“ die Schönheit der in Blüte stehenden Kirschbäume zu feiern. Die Kirschblüte dauert nur rund zehn Tage und nahezu jeder Japaner feiert diese schnell vergängliche Zeit mit seiner Familie, mit Freunden und Kollegen – natürlich in japanischen Gärten, in Parkanlagen und unter bzw. in der Nähe von Kirschbäumen.